FREILANDSCHWEIN

Im Jahr 2017 haben wir uns den Traum der eigenen kleinen Landwirtschaft verwirklicht. Am Minibauernhof der Eltern durften wir uns ein kleines Gehege einrichten und haben dort Platz für ca. 10 Freilandschweine geschaffen.

Unsere oberste Priorität ist die Verantwortung. Die Verantwortung gegenüber den Tieren und dem Tierwohl. Wir verpflichten uns mit diesem Schritt, den Schweinen die bestmögliche Lebenszeit zu geben. Die Tiere sind das ganze Jahr im Freiland unterwegs, haben einen halben Hektar für sich allein, können fressen und saufen wie es ihnen beliebt und von uns werden sie sehr wenig gestört. Selbstverständlich haben wir alles Bio zertifizieren lassen und achten auf größtmögliche Sauberkeit im Schweinestall;-)

Jetzt zum Aber: Neben aller Bauernhofromantik endet jedes Schwein auf euren Tellern. Nach ca. einem Jahr bei uns am Hof werden unsere Schweine geschlachtet. Dies passiert nicht unter schonenden Bedingungen, denn es wäre eine Farce dies so zu bezeichnen. Das Tier wird mit Zange oder Bolzen betäubt und anschließend geschlachtet. Das ist nicht schön anzuschauen, nicht romantisch aber notwendig. Wir begleiten jedes Schwein bis zu diesem Moment und versuchen dabei die größtmögliche Ruhe walten zu lassen. Ein Wermutstropfen, der Akt dauert zumindest nicht lange.

Wir schreiben in dieser Klarheit, denn uns geht es um mehr Bewusstsein zum Schwein und dem Fleischkonsum insgesamt. Im “Prozess Speck” haben wir die größte, erdenkliche Demut gegenüber den Tieren, denn die Schweine lassen ihr Leben für unseren Genuss. Wer diese Wahrheit nicht verträgt, sollte auf Fleisch verzichten, vor allem auf unseres. Wer damit umgehen kann, hat Glück, denn mit unserem Biofreilandschwein lässt sich schon ein verdammt guter Speck machen.

Andreas & Stefan Schrittesser